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Zähne putzen

Zähneputzen ist unbestritten die wirkungsvollste Maßnahme zur Vorbeugung von Karies und Zahnfleischentzündungen. Doch mit einer schlechten Zahnbürste und der falschen Putztechnik kommt man nicht weit. Bei der täglichen Mundhygiene bleiben dann bis zu 33 Prozent aller Zahnflächen ungeputzt und die Zahnzwischenräume werden nicht erreicht. Deshalb hilft nur das Zusammenspiel einer guten Zahnbürste mit einer erprobten Zahnputztechnik, ergänzt durch die Nutzung anderer Interdentalraum-Pflegeprodukte.

Richtiges Zähneputzen dauert mindestens drei Minuten. Da dies meist nicht der Fall ist, versuchen Sie die Zeit zu messen, während Sie die Zähne putzen. Führen Sie kurze, sanfte Bewegungen aus und achten Sie besonders auf den Zahnfleischsaum. Die hinteren Zähne und die Bereiche um Füllungen, Kronen, Brücken und anderen Restaurierungen sollten auch beachtet werden.

Außenflächen: Bürsten Sie die Außenflächen immer von Rot nach Weiß (von Zahnfleisch zum Zahn). Da sich am Zahnfleischrand besonders viel Belag bildet, sollten Sie dort die Bürste in einem Winkel von 45 Grad ansetzen und zusätzlich kleine Rüttelbewegungen ausführen. Beginnen Sie immer von links nach rechts.

Innenflächen:  Auch die Innenflächen sollten Sie mit kleinen kreisenden Rüttelbewegungen von links nach rechts putzen. An schwer zugänglichen Stellen, wie an den Innenseiten der Frontzähne, können Sie die Zahnbürste auch längs führen.

Kauflächen: Zum Schluß reinigen Sie die Kauflächen mit kreisförmigen Rüttelbewegungen. Auch hier gilt: Immer von links nach rechts putzen.

Nach dem Putzen: Reinigen sie die Zahnzwischenräume mit Zahnseide . Legen Sie dazu die Zahnseide U-förmig um einen Zahn herum und bewegen Sie den Faden mit leichtem Druck etwa fünfmal auf und ab – nie hin und her – bis unter den Zahnfleischrand. Erst danach sollten Sie Ihren Mund mit Wasser ausspülen – so können die Fluoride der Zahnpasta besser einwirken!

Wer unter empfindlichen Zahnhälsen oder starker Zahnsteinbildung leidet, sollte sich von seinem  Zahnarzt mit DENTCOAT behandeln lassen.


Zahnbürsten

Die früheste uns bekannte Zahnbürste war ein kleiner Stock  zum Kauen, das an einem Ende zerfasert wurde–aus altägyptischen Gräbern um 3000 vor Christi. Bei einigen Naturvölkern sind solche Kaustöckchen noch heute in Gebrauch (z. B. Miswa)

Handzahnbürste:

Das verbreitetste und auch billigste Modell ist die mit der Hand geführte Kurzkopfzahnbürste. Achten Sie darauf, daß der Bürstenkopf nicht zu groß und auf jeden Fall abgerundet ist, damit man problemlos an alle Ecken des Mundraumes gelangt und sich beim Reinigen nicht die Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch verletzt, weiche bis mittelharte Borsten schonen das Zahnfleisch! Entscheiden Sie sich aus hygienischen Gründen eher für Kunststoffborsten und nicht für Naturborsten.

Elektrische Zahnbürste:

Wer die richtige Technik verwendet, kann auf die elektrische Zahnbürste verzichten. Achten Sie darauf, daß Sie sich mit den starken kreisenden Bewegungen nicht die Zahnhälse freilegen!

 

Im Vergleich Handzahnbürste – elektrische Zahnbürste: obwohl sich die elektrische Zahnbürste deutlich häufiger bewegt, die Reinigungsleistung nicht unbedingt besser ausfällt. Dieses hängt eher von der Geschicklichkeit des Benutzers und dessen Mundhygiene ab, denn 40 % der Zahnoberfläche u. a. die Problemzonen Zahnzwischenräume und der Zahnfleischsaum, sind für alle Bürsten schwierig zu erreichen.

Rotationszahnbürste:

Die oszillierend-rotierende Zahnbürste zeichnet sich durch einen runden Bürstenkopf aus  und die Reinigungsleistung  ist in der Regel besser als diejenige von Handzahnbürsten. Die Reinigung geschieht auf Basis von mechanisch hervorgerufenen Bewegungen, welche Ablagerungen entfernen sollen.

Schallzahnbürste:

Bei dieser wird der Bürstenkopf mit einer höheren Frequenz als bei herkömmlichen elektrischen Zahnbürsten bewegt, meistens  mit einer Frequenz von 250 bis 300 Hertz. Der Zahn wird nicht durch die Schallwellen als solches gereinigt, sondern nur durch die sich mit relativ hoher Frequenz bewegenden Borsten. Eine Besonderheit bei Schallzahnbürsten ist die ovale Form ihres Bürstenkopfes, welche an den Kopf einer herkömmlichen Handzahnbürste erinnert.

Ultraschallzahnbürste:

Schwingungsfrequenzen oberhalb 300 Hertz spricht man analog von "Ultraschallzahnbürsten". Echte Ultraschallzahnbürsten erreichen bis zu 1,8 Mio. Schwingungen pro Sekunde.

 

WICHTIG:  Zahnbürsten nach ein bis zwei Monaten auswechseln.

 

Außerdem das Auswechseln nach Erkältungen und Entzündungen im Mundbereich, denn an der Zahnbürste sammeln sich gerne Bakterien und Viren an.

Achten Sie außerdem darauf, die Zahnbürste nach dem Gebrauch mit heißem Wasser abzuspülen und sie danach an der Luft zu trocknen.

Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich pro Jahr lediglich zwei Zahnbürsten.

Das ist viel zu wenig!!